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Deine Verantwortung

5. September 2019

Wie stehst du dem Vorschlag gegenüber, die komplette Verantwortung für dein Leben zu übernehmen?

Geht das überhaupt? Kann man die komplette Verantwortung für das eigene Leben übernehmen?

Was bedeutet es überhaupt?

Für mich sind drei Punkte entscheidend:

Wir sollten uns bewußt machen, was der Unterschied zwischen Schuld und Verantwortung ist.

Die Sprache kann ein guter Wegweiser sein: Schuld IST man, Verantwortung kann man ÜBERNEHMEN.

Schuld ist passiv, Verantwortung aktiv. Richte ich meinen Blick auf die Vergangenheit und was da alles war, oder übernehme ich die Gestaltung meiner Zukunft.

Außerdem ist das Konzept Schuld etwas, das uns übergeholfen wurde im Laufe unserer individuellen und auch gesellschaftlichen Entwicklung. Kein Mensch kommt hier her und fühlt sich „schuldig“; unsere Natur ist an sich schon „Unschuld“. Bei einer guten Begleitung und wohlwollenden Vorbildern entwickeln wir die Fähigkeit zur Verantwortung.

Immer, wenn wir beginnen, auf fremden Baustellen zu graben, dann sind wir auf dem Holzweg.

Das beginnt schon so sanft damit, dass wir uns eine Opferrolle buddeln und uns darin begraben. Es heißt dann: „Ja, aber die anderen!“, oder, „Ja, aber das System!“. Manchmal auch, „Ich kann nichts dafür!“, oder „Wenn nur diese oder jene Umstände nicht wären!“.

Klar gibt es Umstände und ganz sicher gibt es Faktoren, auf die wir keinen Einfluss haben. Und genau das ist der Knackpunkt: Wenn wir keinen Einfluss haben, sollten wir jede Energie fallen lassen, sie doch ändern zu wollen. Stattdessen könnten wir uns ausschliesslich darauf fokussieren, worauf wir Einfluss haben. Und das liegt fast ausschliesslich immer bei uns selbst.

Verantwortung für die eigenen Fehler und Fehltritte zu übernehmen, heißt auch immer, sich selbst dafür vergeben. Solange wir mit der Vergangenheit hadern, werden wir nicht ins „Jetzt“ kommen können. Und dieses „Jetzt“ ist nun mal der einzige Zeitpunkt, zu dem wir die einen neuen Weg einschlagen können und damit einen Einfluss auf unsere Zukunft nehmen zu können.

Übernimm Verantwortung https://marcushorndt.de/emde

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Du nährst, wofür du deine Energie verwendest!

3. September 2019

In den Zeiten von sogenannten „Wahlen“ wird immer deutlich, wie wir Menschen ticken.
Es endet meist bei: „Wir gegen die“
Auch in seiner leichtesten Form, etwa „Wir haben die besseren Ideale“, bedeutet es nichts anderes und treibt die Spaltung voran.

Das sogenannte „Parteiensystem“ braucht die Spaltung. Seine Absicht ist die Trennung. Nur so kann man Menschen gruppieren und von den hochgehaltenen Zielen überzeugen und für sich gewinnen.
Natürlich würden die meisten Beteiligten negieren, dass ihre Absicht Trennung oder Spaltung ist. Sie ist dennoch fest verankert in der Struktur.

Es erinnert mich an das „Schulsystem“, dessen Beteiligte oder Verfechter ebenso negieren würden, dass ihr höchster persönlicher Wert „Gehorsam“ ist. Jedoch liegt er dem Schulsystem zutiefst zugrunde. Wäre das anders, wäre die Schule ein Ort, der Menschen freilässt. Der die Menschen in ihren individuellen Bedürfnissen und Zielen unterstützt. Und sie nicht zwingt, mit dutzenden Gleichaltrigen eine Dekade ihres Lebens – fremdbestimmt – dem zu vermittelnden Stoff zu lauschen.

Du bestimmst, welche Energie du wo hineingibst. Mit jedem Unmut, jeder Wutbekundung, Ohnmachtserklärung, jedem Bewerten, Ablehnen und jeder Selbsterhöhung trägst du zur Spaltung bei. Auch wenn deine Ideale edel sind und deine Absicht rein. Es bleibt Spaltung.

Was ist die Alternative?

Meines Erachtens löst es sich in dem Moment auf, in dem wir all das, was uns – individuell oder kollektiv – begegnet, lediglich als Symptom betrachten. Jedes Symptom hat als einzigen Zweck, die ihm zugrundeliegende Ursache sichtbar zu machen.
Es mutet aus dieser Sicht idiotisch an, Energie dafür aufzuwenden, Symptome verdrängen zu wollen.
Die einzige Folge dessen wird sein, dass das Symptom – möglicherweise an anderer Stelle – um so heftiger hervortritt.

Achte auf deinen Fokus! https://marcushorndt.de/emde

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Du bekommst nicht immer, was du willst, aber immer das, was du gerade brauchst!

28. August 2019

Ein bisschen mehr von dieser Haltung und wir alle sind mehr in der Selbstverantwortung.

Andernfalls hängen wir oft auf fremden Baustellen ab („der macht immer…“, „wenn der nur ein bisschen mehr…“, „sie könnte ein bisschen weniger…“), ärgern uns über Dinge in unserem Leben, die wir eh nicht ändern können oder jammern.

Immer geht jedenfalls Energie verloren dafür, das anzugehen, worauf wir Zugriff haben.

Und das ist in den meisten Fällen unsere Haltung. Wenn wir dazu übergehen, jedes eintretende Ereignis als Wachstumschance zu begreifen, dann verwenden wir unsere Lebensenergie am konstruktivsten.

Deine Gedanken gestalten deine Zukunft!

Was brauchst du? https://marcushorndt.de/emde

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Fucking Beautiful!

23. August 2019

Hast du schon einmal probiert, in allem, was dir begegnet, die Schönheit zu entdecken? Die ganz individuelle und vielleicht auch raue Schönheit?

Gerade gestern ist es mir wieder mit meinem jüngsten Sohn wieder so gegangen. Natürlich finde ich ihn an sich schön und ich schmelze regelmässig dahin, wenn ich ihn sehe, oder wenn er etwas macht.
Jetzt kommt er in ein Alter, mit dem die Kraft seines „Nein!“ deutlich stärker wird. Da wird schon mal der ganze Körper benutzt, mein Kopf weggeschoben und gehauen und vor allem auch die gesamten Ressourcen seiner Stimme rausgeholt. Und das ist viel!

Und ich liebe es! Ich finde es einfach mal richtig richtig schön! Es berührt mein Herz so sehr, wenn jemand für sich einsteht. Sich mit aller Kraft und Hingabe für sich selbst einsetzt und alles dafür tut, gehört zu werden. Was kann es Schöneres geben?

Natürlich ist es unbequem. Es ist laut. Es ist wild und roh. Manchmal tut es weh. Unangenehm. Es führt mir vor Augen, dass ich möglicherweise zu lange gewartet habe. Unklar war, nicht präsent. Vielleicht bin ich über seine Grenzen gegangen und war nicht aufmerksam.

Und dennoch ist es das Schönste, was es gibt auf der Welt!

fucking beautiful: https://marcushorndt.de/emde

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Dein Leben nach Plan

19. August 2019

Als Pianist ist es mir schon früh aufgefallen: Es gibt grob zwei Möglichkeiten, Musik zu machen. Entweder, du spielst nach Noten – also Musik, die sich ein anderer ausgedacht hat und die möglicherweise schon von hunderten, vielleicht tausenden anderen so gespielt wurde – oder du improvisierst und erschaffst deine eigene Musik. Und das Ganze im Moment. Unter Einbeziehung aller aktuellen Gegebenheiten, wie: Stimmung, Publikum, Raum, Instrument, Wetter, etc.
Ich wähle das zweite. Erst dann beginnt für mich die Musik. Meine Musik, mein persönlicher Ausdruck. Erst dann hat das, was ich spiele, eine wirklich tiefe Verbindung zu mir.

Als ich neulich einen Pflaumenkuchen gebacken habe, ist es mir wieder aufgefallen: Ich backe oder koche nie nach Rezept. Wenn ich etwas gar nicht kenne, dann schaue ich mir ein paar Rezepte an, um herauszufinden, was wichtig ist und worum es dabei geht. Um ein Gefühl für das Gericht zu bekommen.
Ich habe noch nie Pflaumenkuchen gebacken und hatte nicht mal eine Waage oder einen Messbecher, aber es hat – voll im Vertrauen – sehr gut geklappt.

Jetzt zur Erkenntnis von heute morgen: Ich kann mein gesamtes Leben genau so leben. Nicht nach einem Plan, den nein anderer erstellt hat. Nicht nach dem, was andere für richtig halten. Nicht so, wie es von mir erwartet wird.
Natürlich kann ich und werde ich mir Inspiration holen. Herausfinden, worum es geht und was mir wichtig ist.

Das ist glaube ich das Wichtigste: Herausfinden, was für mich wichtig ist, dann so leben und eigene Erfahrungen machen, und damit das beste eigene Leben leben, das ich leben kann.

Kein Leben nach Plan: https://www.facebook.com/groups/598143540323618/

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Wo seid ihr, Männer?

18. August 2019

Wo versteckst du dich!

Versteckst du dich immer noch hinter deiner Frau? Lässt du sie die Entscheidungen treffen, weil es bequemer ist? Sodass sie eh alles regelt (wie damals, die erste Frau in deinem Leben)?

Versteckst du dich immer noch hinter anzüglichen Sprüchen, anstatt Klartext zu reden? Und nur das zu sagen, was du auch wirklich meinst?

Versteckst du dich hinter deinem Geld, deinem Einkommen, deinem Haus, deinem Auto?

Versteckst du dich hinter deinem Job? Hinter der Arbeit, für die du immer so viel arbeiten musst? Wo du die Bestätigung bekommst, die du suchst. Wo du verstanden wirst?

Versteckst du dich immer noch hinter deiner körperlichen Überlegenheit, um etwas durchzusetzen? Auch wenn es dir dann vielleicht leid tut?

Versteckst du dich hinter deinen Erklärungen und Erläuterungen, vielen Worten und komplizierten Sätzen?

Wo bist du, Mann? Wo versteckst du dich?

Zeig dich: https://marcushorndt.de/emde

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Willkommen Wut!

14. August 2019

Wann hast du begonnen, das, wie du dich fühlst, in „willkommene Gefühle“ und „nicht willkommene Gefühle“ aufzuspalten? Woher kommt die Wertung, dass es z.B. nicht ok ist, traurig zu sein? Oder wütend?

Wenn du Kinder hast, solltest du auf jeden Fall damit aufhören. Du machst ihnen damit ein unglaublich wertvolles Geschenk!

Und wenn nicht…mach es trotzdem. Du bist es wert!

Was wir dabei nämlich vergessen, ist, dass alle Gefühle derselben Quelle entspringen. Sobald du etwas darin verstopfst, wird nichts mehr frei fließen können. Du begräbst damit also auf Dauer auch deine „willkommenen Gefühle“ und deine Lebendigkeit.

Wenn dein Kind wütend ist, dann muss es den Raum haben, das auch beurteilungsfrei fühlen und ausdrücken zu dürfen. Wenn es traurig ist, dann darf es traurig sein. Es darf weinen. Es darf auch lachen, sich leicht fühlen, lebendig sein…aber auch schwermütig, verschlossen, zurückgezogen, ärgerlich.

Alles, was das von dir verlangt, ist, dass es gesehen wird. Es will nichts weiter, als dass, was gerade da ist, von dir gesehen wird. Du kannst sagen, „ich sehe, du bist traurig“. Vielleicht noch „ich verstehe das“. Alles was danach kommt, lass einfach mal weg. Das braucht kein Mensch.

Übrigens auch du selbst nicht. Wenn du mutig bist, schau einfach mal hin, wie oft du versuchst, zu lachen, obwohl du dich überhaupt nicht so fühlst. Wie du versuchst, den guten Schein zu wahren, obwohl gerade alles zerbricht. Wie du lügst, wenn du sagst, es geht dir gut, obwohl dich gerade in Wirklichkeit nicht gut fühlst.

Wir anderen hier draußen würden uns übrigens freuen, wenn du dich uns komplett zumuten würdest.

Sei wütend und traurig: https://marcushorndt.de/emde

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Life-Hack: Deine Sprache

12. August 2019

Deine Worte bestimmen, was du denkst und wie du an etwas herangehst. Sie beeinflussen deine Haltung gegenüber allem, was dir begegnet und bestimmen damit deine Handlung.
Da deine Haltung und deine Handlungen deine Realität erzeugen („Wie man in den Walt hineinruft, so schallt es heraus“, um es mit einem deutschen Sprichwort zu verdeutlichen), halte ich es für fundamental wichtig, sich die eigene Sprache anzuschauen und die Verantwortung dafür zu übernehmen.

Ja, das kann anstrengend sein (alte Bahnen zu verlassen bedeutet immer einen Energieaufwand), ja, es mag ungewöhnlich wirken (wenn man nichts Neues wagt, dann bleibt alles, wie es ist) und ja, es ist einfacher, es nicht zu hinterfragen, weil man sich im gewohnten Terrain sicherer fühlt und es auch leichter ist, sich als Opfer der Umstände zu sehen, denn die Verantwortung zu übernehmen. Und gerade deshalb lohnt es sich meiner Meinung nach: Ich ergreife die Chance, neues Terrain zu erobern, Schöpfer statt Opfer zu sein und letztendlich erschaffe ich für mich damit eine neue Realität.

Ein paar kleine Beispiele für die Mutigen 🙂

Anstatt zu sagen „es tut mir leid, dass ich zu spät bin, aber [füge hier eine absolut plausible Erklärung deiner Wahl ein]“ könntest du ab heute sagen: „Danke, dass ihr gewartet habt!“

Statt zu sagen, „Musst du mich immer so [füge irgendwas ein, was dich gerade am anderen stört], das hab ich dir doch gestern schon gesagt“, könntest du etwas zu Dir holen mit: „Ich will, dass du damit aufhörst!“. Damit wird auch klar, ob du das eigentlich vom Anderen verlangen darfst, oder eher nicht.

Konsequent „aber“ aus dem Wortschatz eliminieren – möglicherweise durch „und“ ersetzen – und es wird dazu führen, dass das, was du sagst, immer wahrhaftiger wird. Und es wird Dinge einfach so stehen lassen können.

Beschwere dich nicht mehr. Schau einfach mal das Wort genauer an und was es bedeutet: „sich beschweren“.

Wenn du „ent-täuscht“ wirst, schau dir auch dieses Wort genauer an und frage dich, wie du lieber hättest leben wollen

Äußere weniger Be-denken, sondern fasse lieber den Mut, auch mal etwas zu wagen.

Probiere das aus und du wirst sehen, dass sich einiges verändert.

Andere Mutige: https://marcushorndt.de/emde

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Vertrauen ist eine Wahl!

11. August 2019

Du entscheidest, ob du im Vertrauen bist.
Es ist Deine Wahl!

Vertraust du deinem Kind, dass es alles mitbringt hier auf die Welt? Vertraust du ihm, dass es sich zu jeder Zeit die passenden Herausforderungen sucht, um zu wachsen? Dass es seine individuellen Erfahrungen machen wird?

Vertraust du deinem Partner, dass er es zu jedem Zeitpunkt so gut macht, wie er es weiß oder kann? Vertraust du dich ihm komplett an?

Vertraust du dir selbst und dem Weg, den du gehst?
Hast du das Vertrauen in dich selbst; dass du alles mitgebracht hast, was dir dient, dass du dir zu jeder Zeit die für dich passenden Herausforderungen gesucht hast, dass du es zu jedem Zeitpunkt so gut machst, wie du es weißt oder kannst? Vertraust du dir, dass du die richtigen Entscheidungen treffen wirst?

Vertrau mir: https://marcushorndt.de/emde

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Meine Kinder hören nicht!

7. August 2019

Hören deine Kinder auch nicht? Oder nicht immer?
Gerade jetzt, wo es echt wichtig für dich ist?
Du hast es „doch schon gestern 5x gesagt…“?

Wir sollten damit aufhören, andere Menschen „hören“ zu lassen.
Es ist Zeit für einen kleinen Rollentausch: „Meine Frau hört nicht!“

Und, wie klingt das?
Richtig unpassend, wie ich find. Ich finde es auch mit den Kindern richtig unpassend.

Warum?
Da mir bewußt geworden ist, was hinter dem Verlangen nach dem „Hören“ für ein Wert steckt: Es geht einzig um Gehorsam.

Wenn für mich Gehorsam wichtig ist, dann kann mir nicht gleichzeitig auch wichtig sein:

  • die geistige Gesundheit meiner Kinder
  • Beziehung auf Augenhöhe
  • Freiheit
  • Selbstbestimmung
  • die Würde des Anderen

Wenn ich das doch will, dann muss ich mir eben etwas ausdenken. Und auch die Verantwortung dafür übernehmen, dass ich es schon so lange über „Hören“ versucht habe. Nun ist der andere Mensch einfach erschöpft. Es ist Ende. Mehr geht nicht.
Er hat gelernt, dass von ihm vorrangig Gehorsam verlangt wird; dass er funktionieren muss, um dazu zu gehören. Dass, wenn nichts mehr geht, er am Ende es doch machen oder lassen muss. Weil wir stärker sind und weil er abhängig von uns ist.

Jetzt bin ich umso mehr gefordert, Alternativen und „echte“ Beziehung zu finden.
Und aufdecken, was dahinter stand. Das ist schmerzhaft und benötigt Mut!

Hier musst du nicht auf die Anderen hören: https://marcushorndt.de/emde