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Dein Leben nach Plan

19. August 2019

Als Pianist ist es mir schon früh aufgefallen: Es gibt grob zwei Möglichkeiten, Musik zu machen. Entweder, du spielst nach Noten – also Musik, die sich ein anderer ausgedacht hat und die möglicherweise schon von hunderten, vielleicht tausenden anderen so gespielt wurde – oder du improvisierst und erschaffst deine eigene Musik. Und das Ganze im Moment. Unter Einbeziehung aller aktuellen Gegebenheiten, wie: Stimmung, Publikum, Raum, Instrument, Wetter, etc.
Ich wähle das zweite. Erst dann beginnt für mich die Musik. Meine Musik, mein persönlicher Ausdruck. Erst dann hat das, was ich spiele, eine wirklich tiefe Verbindung zu mir.

Als ich neulich einen Pflaumenkuchen gebacken habe, ist es mir wieder aufgefallen: Ich backe oder koche nie nach Rezept. Wenn ich etwas gar nicht kenne, dann schaue ich mir ein paar Rezepte an, um herauszufinden, was wichtig ist und worum es dabei geht. Um ein Gefühl für das Gericht zu bekommen.
Ich habe noch nie Pflaumenkuchen gebacken und hatte nicht mal eine Waage oder einen Messbecher, aber es hat – voll im Vertrauen – sehr gut geklappt.

Jetzt zur Erkenntnis von heute morgen: Ich kann mein gesamtes Leben genau so leben. Nicht nach einem Plan, den nein anderer erstellt hat. Nicht nach dem, was andere für richtig halten. Nicht so, wie es von mir erwartet wird.
Natürlich kann ich und werde ich mir Inspiration holen. Herausfinden, worum es geht und was mir wichtig ist.

Das ist glaube ich das Wichtigste: Herausfinden, was für mich wichtig ist, dann so leben und eigene Erfahrungen machen, und damit das beste eigene Leben leben, das ich leben kann.

Kein Leben nach Plan: https://www.facebook.com/groups/598143540323618/

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Wo seid ihr, Männer?

18. August 2019

Wo versteckst du dich!

Versteckst du dich immer noch hinter deiner Frau? Lässt du sie die Entscheidungen treffen, weil es bequemer ist? Sodass sie eh alles regelt (wie damals, die erste Frau in deinem Leben)?

Versteckst du dich immer noch hinter anzüglichen Sprüchen, anstatt Klartext zu reden? Und nur das zu sagen, was du auch wirklich meinst?

Versteckst du dich hinter deinem Geld, deinem Einkommen, deinem Haus, deinem Auto?

Versteckst du dich hinter deinem Job? Hinter der Arbeit, für die du immer so viel arbeiten musst? Wo du die Bestätigung bekommst, die du suchst. Wo du verstanden wirst?

Versteckst du dich immer noch hinter deiner körperlichen Überlegenheit, um etwas durchzusetzen? Auch wenn es dir dann vielleicht leid tut?

Versteckst du dich hinter deinen Erklärungen und Erläuterungen, vielen Worten und komplizierten Sätzen?

Wo bist du, Mann? Wo versteckst du dich?

Zeig dich: https://marcushorndt.de/emde

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Willkommen Wut!

14. August 2019

Wann hast du begonnen, das, wie du dich fühlst, in „willkommene Gefühle“ und „nicht willkommene Gefühle“ aufzuspalten? Woher kommt die Wertung, dass es z.B. nicht ok ist, traurig zu sein? Oder wütend?

Wenn du Kinder hast, solltest du auf jeden Fall damit aufhören. Du machst ihnen damit ein unglaublich wertvolles Geschenk!

Und wenn nicht…mach es trotzdem. Du bist es wert!

Was wir dabei nämlich vergessen, ist, dass alle Gefühle derselben Quelle entspringen. Sobald du etwas darin verstopfst, wird nichts mehr frei fließen können. Du begräbst damit also auf Dauer auch deine „willkommenen Gefühle“ und deine Lebendigkeit.

Wenn dein Kind wütend ist, dann muss es den Raum haben, das auch beurteilungsfrei fühlen und ausdrücken zu dürfen. Wenn es traurig ist, dann darf es traurig sein. Es darf weinen. Es darf auch lachen, sich leicht fühlen, lebendig sein…aber auch schwermütig, verschlossen, zurückgezogen, ärgerlich.

Alles, was das von dir verlangt, ist, dass es gesehen wird. Es will nichts weiter, als dass, was gerade da ist, von dir gesehen wird. Du kannst sagen, „ich sehe, du bist traurig“. Vielleicht noch „ich verstehe das“. Alles was danach kommt, lass einfach mal weg. Das braucht kein Mensch.

Übrigens auch du selbst nicht. Wenn du mutig bist, schau einfach mal hin, wie oft du versuchst, zu lachen, obwohl du dich überhaupt nicht so fühlst. Wie du versuchst, den guten Schein zu wahren, obwohl gerade alles zerbricht. Wie du lügst, wenn du sagst, es geht dir gut, obwohl dich gerade in Wirklichkeit nicht gut fühlst.

Wir anderen hier draußen würden uns übrigens freuen, wenn du dich uns komplett zumuten würdest.

Sei wütend und traurig: https://marcushorndt.de/emde

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Life-Hack: Deine Sprache

12. August 2019

Deine Worte bestimmen, was du denkst und wie du an etwas herangehst. Sie beeinflussen deine Haltung gegenüber allem, was dir begegnet und bestimmen damit deine Handlung.
Da deine Haltung und deine Handlungen deine Realität erzeugen („Wie man in den Walt hineinruft, so schallt es heraus“, um es mit einem deutschen Sprichwort zu verdeutlichen), halte ich es für fundamental wichtig, sich die eigene Sprache anzuschauen und die Verantwortung dafür zu übernehmen.

Ja, das kann anstrengend sein (alte Bahnen zu verlassen bedeutet immer einen Energieaufwand), ja, es mag ungewöhnlich wirken (wenn man nichts Neues wagt, dann bleibt alles, wie es ist) und ja, es ist einfacher, es nicht zu hinterfragen, weil man sich im gewohnten Terrain sicherer fühlt und es auch leichter ist, sich als Opfer der Umstände zu sehen, denn die Verantwortung zu übernehmen. Und gerade deshalb lohnt es sich meiner Meinung nach: Ich ergreife die Chance, neues Terrain zu erobern, Schöpfer statt Opfer zu sein und letztendlich erschaffe ich für mich damit eine neue Realität.

Ein paar kleine Beispiele für die Mutigen 🙂

Anstatt zu sagen „es tut mir leid, dass ich zu spät bin, aber [füge hier eine absolut plausible Erklärung deiner Wahl ein]“ könntest du ab heute sagen: „Danke, dass ihr gewartet habt!“

Statt zu sagen, „Musst du mich immer so [füge irgendwas ein, was dich gerade am anderen stört], das hab ich dir doch gestern schon gesagt“, könntest du etwas zu Dir holen mit: „Ich will, dass du damit aufhörst!“. Damit wird auch klar, ob du das eigentlich vom Anderen verlangen darfst, oder eher nicht.

Konsequent „aber“ aus dem Wortschatz eliminieren – möglicherweise durch „und“ ersetzen – und es wird dazu führen, dass das, was du sagst, immer wahrhaftiger wird. Und es wird Dinge einfach so stehen lassen können.

Beschwere dich nicht mehr. Schau einfach mal das Wort genauer an und was es bedeutet: „sich beschweren“.

Wenn du „ent-täuscht“ wirst, schau dir auch dieses Wort genauer an und frage dich, wie du lieber hättest leben wollen

Äußere weniger Be-denken, sondern fasse lieber den Mut, auch mal etwas zu wagen.

Probiere das aus und du wirst sehen, dass sich einiges verändert.

Andere Mutige: https://marcushorndt.de/emde

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Vertrauen ist eine Wahl!

11. August 2019

Du entscheidest, ob du im Vertrauen bist.
Es ist Deine Wahl!

Vertraust du deinem Kind, dass es alles mitbringt hier auf die Welt? Vertraust du ihm, dass es sich zu jeder Zeit die passenden Herausforderungen sucht, um zu wachsen? Dass es seine individuellen Erfahrungen machen wird?

Vertraust du deinem Partner, dass er es zu jedem Zeitpunkt so gut macht, wie er es weiß oder kann? Vertraust du dich ihm komplett an?

Vertraust du dir selbst und dem Weg, den du gehst?
Hast du das Vertrauen in dich selbst; dass du alles mitgebracht hast, was dir dient, dass du dir zu jeder Zeit die für dich passenden Herausforderungen gesucht hast, dass du es zu jedem Zeitpunkt so gut machst, wie du es weißt oder kannst? Vertraust du dir, dass du die richtigen Entscheidungen treffen wirst?

Vertrau mir: https://marcushorndt.de/emde

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Meine Kinder hören nicht!

7. August 2019

Hören deine Kinder auch nicht? Oder nicht immer?
Gerade jetzt, wo es echt wichtig für dich ist?
Du hast es „doch schon gestern 5x gesagt…“?

Wir sollten damit aufhören, andere Menschen „hören“ zu lassen.
Es ist Zeit für einen kleinen Rollentausch: „Meine Frau hört nicht!“

Und, wie klingt das?
Richtig unpassend, wie ich find. Ich finde es auch mit den Kindern richtig unpassend.

Warum?
Da mir bewußt geworden ist, was hinter dem Verlangen nach dem „Hören“ für ein Wert steckt: Es geht einzig um Gehorsam.

Wenn für mich Gehorsam wichtig ist, dann kann mir nicht gleichzeitig auch wichtig sein:

  • die geistige Gesundheit meiner Kinder
  • Beziehung auf Augenhöhe
  • Freiheit
  • Selbstbestimmung
  • die Würde des Anderen

Wenn ich das doch will, dann muss ich mir eben etwas ausdenken. Und auch die Verantwortung dafür übernehmen, dass ich es schon so lange über „Hören“ versucht habe. Nun ist der andere Mensch einfach erschöpft. Es ist Ende. Mehr geht nicht.
Er hat gelernt, dass von ihm vorrangig Gehorsam verlangt wird; dass er funktionieren muss, um dazu zu gehören. Dass, wenn nichts mehr geht, er am Ende es doch machen oder lassen muss. Weil wir stärker sind und weil er abhängig von uns ist.

Jetzt bin ich umso mehr gefordert, Alternativen und „echte“ Beziehung zu finden.
Und aufdecken, was dahinter stand. Das ist schmerzhaft und benötigt Mut!

Hier musst du nicht auf die Anderen hören: https://marcushorndt.de/emde

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Von Kindern lernen

5. August 2019

Bevor ich selbst Vater wurde, wurde ich Stiefvater einer 4-jährigen Tochter.

Wie die meisten Eltern bin ich sehr unvorbereitet in diese Rolle gesprungen und gleichzeitig war es ein sehr intensives Kind.

Heute, 15 Jahre später, kann ich meinen Sohn ganz anders begleiten. Ich kann ihn anders sehen, als ich es bei den anderen Kindern konnte. Ich kann das, was er mitbringt, viel leichter annehmen.

Auf meinem Weg zum Vater begegnete mir immer wieder die Aussage, „wir können viel von den Kindern lernen“. Jedoch; was bedeutet das eigentlich konkret? Sie kommen doch hierher und wissen nichts, können nichts, sind völlig abhängig von uns, die wir schon länger hier sind und natürlich wissen, wo es lang geht.

Gerade die Konzepte „wir wissen, wo es lang geht“ stehen uns oft im Weg. Wir können von Kindern lernen, wie sie „konzeptfrei“ an die Welt herangehen. Keine vorgefertigten Annahmen darüber haben, wie „etwas funktioniert“, sondern ihren individuellen Weg unbedingt finden wollen.

Unsere Erfahrungen und Entscheidungen machen uns zu dem Menschen, der wir heute sind. Gerade dabei können wir auch von unseren Kindern lernen: Wenn sie in ihrem Handlungsspielraum Entscheidungen treffen dürfen, dann kann uns das durchaus manchmal überraschen. Wir können lernen, unseren Horizont zu erweitern.

Aufgrund erlittener Verletzungen handeln wir oft nicht nach unserer innere Stimme. Wir passen uns an, verbiegen uns, erfüllen Vorstellungen und Erwartungen anderer. Von Kindern können wir lernen, wieder der inneren Stimme bedingungslos zu folgen.

Oft verdenken wir unsere Entscheidungen. Wir malen uns aus, was alles passieren könnte, wenn wir etwas machen. Oder…um Gottes Willen…was passiert erst, wenn wir es nicht machen! Oft befinden wir uns sogar in einem Zwischenzustand von Entscheidung und Nicht-Entscheidung. Wir vergessen, dass der Kopf, die Gedanken und die Sprache nur eine Möglichkeit sind. Nur ein Werkzeug, das man benutzen kann. Kinder handeln intuitiv und wir können auch lernen, der Intuition wieder mehr zu vertrauen.

Kinder befinden sich in der vollkommenen Hingabe an das Leben und an uns. Sie tun einfach. Wie oft tun wir etwas, halbherzig, ohne dass wir es eigentlich wollen, ohne dass wir dabei Freude empfinden. Wie oft leben wir so, als geht das ewig so weiter. Als steht da nicht bei jedem der Tod am Ende. Wie würden wir leben, wenn sicher wäre, dass morgen Schluss ist? Dann sähe unsere Hingabe an das, was wir tun, mit Sicherheit ganz anders aus.

Von Kindern lernen: https://marcushorndt.de/emde

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Lasst eure Kinder wild sein

4. August 2019

Wir sollten unseren Kindern wieder den Raum geben, wild zu sein. Sie zu sein.
Wild im ursprünglichen Sinne. Damit ist nicht gemeint, dass sie den ganzen Tag schreiend durch die Gegend laufen sollen. Aber etwas „ausgewildert“, „verwildert“ sollte schon sein. Dass wir ihnen ermöglichen, ganz nach ihrer Natur zu sein. Ohne Erwartungen, Bewertungen und unsere Ziele.

Zu oft müssen sie einem Protokoll folgen, das für Sie Ordentlichkeit, Pünktlichkeit, Gepflegtheit, Konformität, Uniformität, Liebsein, Stillsein und Gehorsam vorsieht.

In der Folge davon werden sie ihre ursprüngliche Natur immer weniger leben und vergessen. Sie werden sich vergessen. Sie leben in einem Korsett und übernehmen unsere Werte. Angepasst sein, selbstverleugnend, bewertend und eben…gehorsam.

Während wir uns aus Depression, Midlife-Crisis, Frustration, Krankheit und Unzufriedenheit über Jahre und Jahrzehnte versuchen, wieder herauszuarbeiten, bringen Sie alles mit.

Wir müssen nur hinschauen!
Und ehrlich sein.
Und lernen.

Andere Wilde findest du hier: https://marcushorndt.de/emde

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Du bist nicht allein!

3. August 2019

Wann immer du meinst, allein mit etwas zu sein: Es ist eine Illusion.
Wir sind immer verbunden.

Es ist an der Zeit, sich von kräftezehrenden und destabilisierenden Beziehungen loszusagen. Sich zu lösen von Menschen, die dir schaden.
Und gleichzeitig die Verbindung zu Menschen aufnehmen, die dich wachsen lassen. Beziehungen einzugehen, die dich aufblühen lassen. Das ist dein Geburtsrecht.

Dass du dich gelegentlich allein fühlst, hängt unter anderem damit zusammen, dass man dir das weisgemacht hat: Das, was du willst, ist nicht relevant. So wie du bist, akzeptieren wir dich nicht hier. Wenn du dich nicht änderst, dann gehörst du nicht dazu. Nur wenn du nach meinen/unseren Vorstellungen lebst, dann bist du willkommen.

Das ist eine Illusion, die du jetzt aufgeben kannst. Es ist eine Täuschung und es ist jetzt möglich, dass du dich ent-täuschst.
Das mag schmerzhaft sein, denn es beinhaltet die Möglichkeit, dass das, wie du bist jetzt gelebt hast, nicht mehr stimmig ist. Dass das, was du bisher in dein Leben gelassen hast, und was dir eventuell schadet, gar nicht zu dir gehört.

Du erlagst möglicherweise einer Täuschung.

Ent-täuschung findest du hier: https://marcushorndt.de/emde

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Über Wasser

2. August 2019

Auf den Wellen reiten…oder untergehen.

Ein schönes Synonym, wie ich finde und ein wichtiger Impuls, die eigene Haltung zu hinterfragen.

Wie entscheidest du dich?

Überrollen dich deine Herausforderungen, gehst du im Alltag unter? Oder nimmst du die Herausforderungen an und begrüsst sie als Wachstumschancen?

Andere Wellenreiter findest du hier: https://marcushorndt.de/emde