Kategorie: Blog

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Liebeserklärung an unsere Kinder

19. Oktober 2019

Kinder halten das für möglich, was wir schon längst aufgegeben haben.

Sie erinnern uns täglich daran, dass wir es uns bequem gemacht haben, im Sessel der erreichten Dinge.

Machen einfach, was wir für unmöglich halten.

Sehen die Möglichkeiten, wo wir glauben, dass es nicht geht.

Sie sehen das, wofür wir schon blind sind.

Wenn wir sie lassen!

Oft beschränken wir sie, weil wir verletzt sind. Weil wir nicht leben, wovon wir träumten.

Wir werden schmerzhaft berührt von ihrer Lebendigkeit und der tagtäglichen, wilden Entfesselung ihres Potentials.

Belehren sie darüber, wie etwas geht, wann etwas richtig ist und wie oft und wie lange es am besten ist.

Anstatt einfach hinzusehen. Zuzuschauen, wie sie sich die Welt erobern und mit welchem Reichtum sie ausgestattet sind.

Wir können von ihnen lernen, wenn wir uns etwas zurückhalten und ihnen die Möglichkeit dazu geben.

Entdecke dein Potential:

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Spielst du noch?

16. Oktober 2019

Spielen ist unser Ursprung.

Spielen ist alles. Zielloses, zweckloses, absichtsloses Spielen.

Ich muss zugeben, mir fällt es oft schwer. Lieber mache ich etwas „Richtiges“. Arbeite an der zielgerichteten Umsetzung eines Projektes. Spüre den Erfolg, wenn ich etwas fertig bekommen habe.

Es fällt mir schwer, mich auf das sprunghafte Spiel meines kleinen Sohnes einzulassen.

Und doch ist das kreative, selbstvergessene Spiel der Ursprung.

Der Verstand ist ein mächtiges Werkzeug, aber er ist nicht alles. Tatsächlich kann er auch einiges kaputt machen. Zum Beispiel, wenn er uns suggeriert, dass er der wichtigste Teil unseres Schaffens und Seins ist.

Lass uns spielen:

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Ich bin du!

12. Oktober 2019

Alles, was du an mir ablehnst, lehnst du in Wirklichkeit an Dir selbst ab!

Alles, was dich an mir ärgert, ärgert dich eigentlich an Dir selbst!

Wenn du mich siehst, erkennst du tatsächlich gerade einen Teil von dir. Du wirst niemals erfahren, wer ich wirklich bin, da du nicht in meiner Haut steckst. Du stellst auf Vermutungen und Voraussagen an, die mehr über dich aussagen, als über mich. Du verlässt dich auf sie und hinterfragst nicht.

Ich bin du, da du dich in mir erkennst.

Wenn du etwas an mir ablehnst, dann bekommst du in Wirklichkeit die Chance, die Ablehnung in Dir zu überwinden.

Wenn du dich über mich ärgerst, dann bekommst du eigentlich eine Möglichkeit, dein eigenes Hadern zu erkennen.

Wenn du mich siehst, dann versuche doch, dahinter zu schauen und zu erkennen, wer ich wirklich bin.

Du und ich:

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Demut

7. Oktober 2019

Demut vor dem Leben
Demut vor den eigenen Herausforderungen
Demut vor dem Weg, den andere gegangen sind
Demut vor der Lebendigkeit der Kinder
Demut vor der Natur und ihren explosiven Kräften und ihrem stoischen Gleichmut
Demut vor dem eigenen Potential
Demut vor der eigenen Macht
Demut vor dem Wunder des Lebens
Demut

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Ich bin dein Konzept!

5. Oktober 2019

Wen siehst du?

Bin ich der, den du dir vorstellst? Bin ich vielleicht ein Anderer? Wen siehst du ihn mir?

So schnell geht es, dass wir meinen, den Anderen zu kennen, ihn einschätzen zu können, zu wissen meinen, woran wir sind.
Egal, ob wir uns in jemanden verlieben oder jemanden treffen, der Ablehnung oder Unverständnis in uns auslöst.
Wir können natürlich nur mit dem arbeiten, was unsere Sinne uns liefern und unsere Erfahrungen uns gelehrt haben.

Doch wir kennen nie die ganze Geschichte! Treffen Annahmen, die wir austauschen gegen das, was wirklich ist. Oft steckt der Andere schon in Schubladen, bevor er auch nur eine Chance hatte, sich zu erkennen zu geben.

Ich finde es faszinierend, zu erkennen, dass es zwischen uns und dem Anderen immer eine kleine Lücke gibt. Wir können zwar jemandem sehr nahe sein – emotional oder körperlich -, aber es wird immer ein kleiner Abstand bleiben, den wir nie überwinden werden.

Andererseits sind wir alle verbunden. Wir sind wie eher Akteure in einem großen Spiel. „Den Anderen“ gibt es so gar nicht.
Um die Verbundenheit zu erfahren, müssen wir loslassen und uns nicht mehr von unseren Konzepten und Einschätzungen leiten lassen. Dann haben wir eine Chance.

Lasst uns die Verschiedenheit und Unergründlichkeit feiern: https://marcushorndt.de/kreis

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Let’s talk about…Empathie!

4. Oktober 2019

So rein definitionsmässig ist es die „Fähigkeit und Bereitschaft, Empfindungen, Emotionen, Gedanken, Motive und Persönlichkeitsmerkmale einer anderen Person zu erkennen, zu verstehen und nachzuempfinden…Grundlage der Empathie ist die Selbstwahrnehmung – je offener eine Person für ihre eigenen Emotionen ist, desto besser kann sie auch die Gefühle anderer deuten.“ (Wikipedia)

Ich frage mich, ob man Empathie im Laufe seines Lebens verlernt. Ob man – zum eigenen Schutz – diese Fähigkeit herunterschraubt, weil man um sich herum sieht, dass es nicht gefragt ist. Man erlebt nicht, dass das, was die eigenen Emotionen und Motive sind, eine Rolle spielt.
Oder man musste über-kooperieren, um überleben zu können und hatte irgendwann keine Bereitschaft mehr übrig, sich in die Emotionen anderer Menschen hineinzuversetzen.

Vermutlich haben wir alle mehr oder weniger verlernt, offen für unsere eigenen Emotionen zu sein und uns damit der Grundlage für Empathie beraubt.
Ich glaube, das sollte sowieso an erster Stelle stehen: Wie geht es mir gerade? Oder: Wie ist es mir damit ergangen?
Wenn das nicht klar ist, dann steht alles andere eh auf wackeligen Beinen.

Völlig fehl am Platz schwebt – bedingt durch unsere kulturelle Prägung – allerdings die missverstandene Haltung: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“. Tatsächlich wird es oft als Alibi genommen, sich nicht um sich selbst zu kümmern. Man kümmert sich ja schon um Andere!
Auch in der Erziehung schlägt sich das immer noch wieder: Gib der Tante die Hand, lass dich gefälligst drücken und halte es aus, abgeknutscht zu werden, sag „danke“, wenn du einmal zugesagt hast, dann kannst du dich nicht einfach wieder absagen, das heißt „ich möchte bitte“ anstatt „ich will“, etc.

Eigentlich müsste der Satz heißen: „Liebe dich selbst“. Denn Liebe „ist“. Also, alles, was ich an dem Anderen ablehne, ist ein Teil von mir, den ich nicht sehen will.

Kann man zu viel Empathie haben?
Ich denke, ja. Es kann sein, dass uns unsere eigenen Grenzen nicht mehr bewusst sind und wir die Emotionen und Vorstellung des Anderen als unsere eigenen wahrnehmen.
Es wird uns ja auch Jahrzehnte unseres Lebens beigebracht: Du lernst das, was ich will! Du verhältst dich so, wie ich es für richtig halte! Du bist nur so lebendig, wie es mir passt!

Für mich bedeutet es einen lebenslangen Lernprozess: Über die eigenen Erfahrungen hinweg und trotz erlittener Verletzungen, den Anderen – auch das eigene Kind! – so sehen, wie es ist.

Andere empathische Menschen findest du hier: https://www.facebook.com/groups/1677132349235167/

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Einheitsgrau

3. Oktober 2019

Das ist eben so!

Das hat uns auch nicht geschadet!

Da müssen sie eben durch!

Hier im Kurhaus kam mir heute Morgen der Vergleich, dass es ähnlich zugeht, wie im Schlachthaus.

Mir ist klar, dass das Bild drastisch ist. Aber wenn ich im Bereich der Rezeption sitze und wahrnehme, wie Eltern ihre Kinder an mir vorbei zerren, Schuldzuweisungen hageln, wenn Kinder hinfallen oder etwas fallen lassen, Kinder zur Ruhe und Bewegungslosigkeit gezwungen werden, weil es jemandem nicht passt, jede Regung verurteilt wird, die nicht gesehen werden will.

Warum der Vergleich? Im Schlachthaus wird Körpern das Leben genommen, hier jungen Menschen die Lebendigkeit.

Ich muss sagen, dass mich das sehr berührt – und irgendwie auch ganz schön an mir zieht. Seit einiger Zeit bewege ich mich nicht mehr in einem Umfeld, in dem das an der Tagesordnung ist, sondern Werte wie Gleichwürdigkeit, Recht auf Unversehrtheit gelebt werden. Die Bedürfnisse aller Beteiligten eine Rolle spielen.

Natürlich gelingt das nicht immer jedem und in jeder Situation. Und doch kann man diese Werte anstreben und leben.

Ich möchte damit auch niemanden verurteilen; ich bin mir sicher, dass alles aus Liebe geschieht!

Vor ein paar Tagen bin ich auf den Flur gegangen, weil ein Kind in extremer Not schrie. Ich wollte schauen, ob alles in Ordnung ist und bin dem Kind und seiner Mutter nachgegangen. Im Keller habe ich den Jungen dann gefragt, ob er Hilfe braucht. Er erzählte mir, dass er zur Hausaufgabenbetreuung soll, aber nicht will.

Ein paar Tage später hat mich die Mutter des Jungen angesprochen und sich bedankt. Dass ich als Einziger geschaut habe, ob alles in Ordnung ist. Das wollte sie mir unbedingt sagen.

Das hat mit echt berührt.

Das haben wir immer schon so gemacht: https://marcushorndt.de/kreis

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Ordnung muss sein!

1. Oktober 2019

Ich denke sogar, dass „Ordnung ist“.

Letztendlich ist alles in der Ordnung, die es gerade braucht. Auch wenn es nicht die „Ordnung“ ist, die wir uns vorstellen.

Aber der Wahn, alles ständig „in Ordnung“ bringen zu wollen…

Sterile Wohnungen, englische Rasenkanten, jeden Ast und jedes Blättchen wegräumen.

Die Bekämpfung von allem, was „ausschert“; von allem Lebendigen.

Es ist klar, dass „im Chaos versinken“ nicht unbedingt die bessere Option ist. Immer dreckig, nichts auffinden, zu viel Zeug besitzen.

Nüchtern betrachtet, ist der Zustand, den mein direktes Umfeld hat, einfach eine Spiegelung meines inneren Zustands. Andernfalls würde es sich ja da draußen nicht so darstellen.

Und nicht vergessen: Chaos ist auch Kreativität. Wenn ich also gar kein Chaos in meinem Leben zulasse, dann verstecke ich mich möglicherweise davor. Vielleicht habe ich auch Angst vor dem Lebendigen. Ordnung und Kreativität zur gleichen Zeit schließen sich komplett aus.

Lebendigkeit entdecken: https://marcushorndt.de/kreis

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Deine Größe

30. September 2019

Kann es sein, dass dich die Angst vor der eigenen Größe so hart im Griff hat, dass du dir alles schön redest, was du hast und was du machst?

Dass der bloße Gedanke daran, mehr Sinn zu stiften, mehr Geld zu verdienen, viel mehr Menschen zu helfen, richtiggehend Panik verursacht?

Geht da nicht noch mehr?

Erinnern wir uns kurz, weshalb wir hierher gekommen sind:

Um die beste Version von uns zu leben.

Um aus unserem vollen Potential zu schöpfen.

Um ein Leben in Fülle zu genießen.

Dagegen halten wir uns klein, erlauben uns nicht, glücklicher zu sein, als unsere Eltern. Verteidigen das, wie wir leben, als das Maximum, was geht. Suchen immer neue Ausreden, warum wir es nicht verändern.

Na dann, willkommen Angst: https://marcushorndt.de/kreis

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Glück gehabt!

28. September 2019

Manchmal sieht es so aus, als hätten wir gerade Glück gehabt.

Es hätte uns schlechter treffen können.

Wir hätten schlechter dran sein können!

Als Kind habe ich das geliebt und immer wieder durchlebt: Fast wäre etwas Ungünstiges eingetroffen, aber es ist gerade so an mir vorbei geschrammt. Ich erinnere mich noch, wie das ein bestimmtes Gefühl ausgelöst hat. So, als hätte ich etwas Tolles erreicht, oder etwas Schönes geschenkt bekommen.

Schicksal. Ich kann nichts dafür.

Ich habe meine Sicht darauf gewandelt:

Das, was mir in meinem Leben begegnet, ist genau das, was ich brauche.

Wenn es Herausforderungen sind, dann lassen sie mich wachsen.

Es treten Ereignisse ein, die bei anderen nicht eintreten und andersherum.

Auf eine Art bestimme ich es selbst und auf eine Art bin ich nur Mitspieler.

Verantwortung heißt: Sich verantworten. Eine Antwort finden auf das, was ist.

Finde Antworten: https://marcushorndt.de/kreis