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Nimmst du deinen Raum ein?

7. Juli 2019

Seitdem ich Vater bin, fand ich die Vorstellung faszinierend: Wenn ein Kind auf diese Welt kommt, dann nimmt es einen Raum ein, der vorher nicht existierte.
Es gab keinen physischen Raum, der für diesen Menschen vorgesehen war, keinen Körper, keine Äußerungen, Reflexionen, keine Gedanken, Gefühle, die von diesem Menschen ausgingen. Keinen Einfluss auf seine Umwelt.

Alles beginnt mit der Geburt. Wobei ich die Zeugung als eigentliche Geburt sehen möchte. Denn in diesem Moment beginnt der Mensch, sein Wirken hier auf der Erde zu entfalten. Alles, was danach kommt, sind lediglich weitere Stufen der Menschwerdung: Die physische Geburt, die Abnabelung, erste Blickkontakte, die ersten Worte…

Wie gehen wir damit um, wenn da ein Mensch kommt, der plötzlich so viel Raum einnimmt?

Möglicherweise beginnen wir unsere Grenzen deutlicher zu spüren? Wir werden mit dem Schmerz konfrontiert, dass wir möglicherweise nicht den Raum einnehmen, der uns zusteht? Vielleicht fühlen wir uns bedrängt; in die Ecke gedrängt? Wir wissen gar nicht, welcher Raum eigentlich unserer ist? Wir erlauben uns gar nicht, so viel Raum einzunehmen, wie wir brauchen und dieses kleine Wesen erinnert uns daran?

Wir sollten das als Anlass nehmen, und überprüfen, in welchen Bereichen und zu welchen Zeiten wir unseren Raum nicht einnehmen. Vielleicht erinnern uns Menschen daran, die immer wieder unsere Grenzen überschreiten. Oder unsere Kinder, die ganz selbstverständlich ihren Raum einnehmen und spüren wollen, wo wir beginnen. Möglicherweise scheuen wir uns davor, sichtbar zu sein. Uns zuzumuten. Im Außen so zu sein, wie wir in uns drin sind und fühlen.

Wir dürfen uns wieder in unsere wahre Größe entfalten und den kompletten Raum einnehmen, der uns zusteht.
Wenn du auch auf dem Weg bist, komm in unsere Gruppe: https://marcushorndt.de/emde

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