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Offener Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Residenzmodell

1. September 2017

in Anlehnung und Reaktion auf den „Offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Wechselmodell“ der „Mütterinitiative“ auf Change.org. (Zum Nachlesen, falls er verändert wird, hier der Stand vom 01.09.2017: Brief als pdf)

–Edit: Nochmal ganz deutlich für die, die zu schnell drüberlesen: Mein Brief ist eine Parodie auf das Original der „Mütterlobby“. Eine Parodie deshalb, weil sofort deutlich wird, dass es nicht mehr um die Sache (Kind) geht, sondern um etwas anderes (nicht gesehen werden, Recht haben wollen, besser wissen wollen, sich mit dem anderen Elternteil nicht auseinandersetzen wollen), wenn man die im Original verwendeten Begriffe ins Gegenteil vertauscht. Der Brief klingt dann nämlich genauso. Vielleicht kennt jemand einen Fachbegriff für das Phänomen, dann lasse er oder sie es mich bitte wissen;-)

Sehr geehrte, liebe Frau Merkel,

Wir Männer bewundern Ihre weibliche Kraft, mit der Sie politisch agieren, und dabei in positiver Weise oft „Mutti der Nation“ genannt werden. Sie sind keine Mutter eines Kindes, aber sicherlich haben Sie in Ihrer Kindheit in einer wertvollen Familie Ihre Kraft schöpfen können. Das strahlen Sie aus.

Viele Kinder in Deutschland können genau dies leider nicht mehr. Wir Väter in Deutschland sind verzweifelt, denn wir können unsere Kinder im Trennungsfall nicht mehr beschützen vor einem Leben, in denen ihnen der Vater verloren geht.

Unseren Kindern wird die stabile Verbindung zu beiden Elternteilen als Anker und Basis verwehrt. Wir Väter können unseren Kindern keine gesunde und wertvolle Kindheit ermöglichen. Die Kinder werden durch das sogenannte Residenzmodell zerrieben. Unsere Kinder verlieren dadurch die tiefe stabile Bindung zu einem Elternteil, sie verlieren ein Elternteil ganz.

Wenn Mütter, deren Lobbyverbände seit Jahrzehnten massiv an der Entrechtung von Vätern gearbeitet haben, nur aggressiv genug vor Familiengerichten kämpfen, verlieren viele von uns die Kinder ganz.

Der Alltag an deutschen Familiengerichten ist von weithin äusserster Grausamkeit gegen Kinder und Väter, die glaubten, durch das Grundgesetz geschützt zu sein (z.B.: Art. 3, Abs. I-III).

Die veralteten Rollenbilder leisten leider auch denen Vorschub, die sich in einem Geschlechterkampf befinden, statt tatsächlich um das Wohl ihrer Kinder sorgen. Die, die glauben, wir leben in einer misogynen Zeit, verachten sich und die Väter ihrer Kinder offensichtlich selbst und fügen diesen und ihren Kinder unfassbares Leid zu.

In Deutschland und Europa gibt es mittlerweile genug Studien, die die schädlichen Auswirkung des “Residenzmodell” genannten Versuches, die Vortrennungsfamilie aufrechtzuerhalten und ein Elternteil zu entsorgen, belegen. Dieses verursacht ausserdem per se (im Dissenz der Eltern über die Betreuungsgestaltung) einen Loyalitätskonflikt bei den Kindern, obwohl kein Kind freiwillig ein Elternteil plötzlich als Besuchselternteil sehen möchte.

Schaffen wir das heute anders?

Die Männer dürfen zwar Kinder zeugen, sich aber nicht trennen – dann sind die Kinder meist komplett weg. Entweder räumlich, emotional, oder zeitlich.

Bei einem gesetzlich verankerten “Residenzmodell” ist es nur eine logische Folge, dass junge Männer heute in einen Beziehungsstreik und Zeugungsstreik gehen, wenn sie im Falle einer Trennung üblicherweise und ganz selbstverständlich zum Besuch und Versorger degradiert werden? Welcher verantwortungsbewußte und moderne junge Mann sollte unter diesen familienrechtlichen Umständen noch ein Kind zeugen? Wir wollen dieses Leben ohne stabile Wurzeln bei beiden Eltern nicht für unsere Kinder!

Bitte stoppen Sie den Residenzmodell-Wahnsinn!

Das “Residenzmodell” ist kein traditionelles Erbe, sondern ein gesetzliches Abbild von Eltern-Rollenbildern der 60er Jahre!

Nein zur andauernden gesetzlichen Verankerung des “Residenzmodells”!

Lassen Sie uns im offenen Dialog über andere Wege für Trennungskinder nachdenken!

Mit freundlichen Grüßen,

Ihre verzweifelten Väter Deutschlands

P.S.: Falls einer zu faul war, oder es nicht rafft, das Original zu lesen…ich habe nur ein paar Begriffe ausgetauscht. Ansonsten ist der Text im Prinzip gleich.

P.P.S.: Interessant finde ich auch das Logo der „Mütterinitiative“, denn es sagt deutlich: „Das Kind ist meins! Hau ab! Lass uns in Ruhe!“

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