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Liebe, Selbstliebe, Annehmen was ist

25. Februar 2017
liebe

Hast du schon darüber nachgedacht, was für dich ‚Liebe‘ bedeutet?

Wenn nicht, solltest du es tun. Es wird für dein Leben eine große Bereicherung darstellen.

Was meinst du damit?

Besonders wichtig ist es, zu hinterfragen, was jemand anderes mit ‚ich liebe dich‘ meint. Wirklich, frage nach! „Was meinst du damit?“ Es kann sein, dass ihr die ganze Zeit einem Missverständnis auferlegen seid. Vielleicht meint der andere etwas damit, was du gar nicht erfüllen kannst. Es könnte zum Beispiel heißen: „Ich brauche Dich!“. Oder „Ich fühle mich besser, wenn du da bist“. Letzteres würde automatisch bedeuten: „Ich fühle mich schlechter, wenn du nicht da bist“. Das würde ich nicht erfüllen wollen. Ich möchte frei sein, auch wenn ich nicht „da bin“. Das Gegenteil von „Ich brauche Dich“ heißt, wenn du nicht da bist, kann ich nicht leben. Das ist natürlich noch schlimmer. Was versetzt einen Menschen in die Lage, nur leben zu können, wenn aein bestimmter anderer Mensch in seiner Nähe ist? Diese Last würde ich auf keinen Fall mehr tragen wollen.

Ich liebe dich

„Ich liebe Dich“ heißt in meinem Verständnis: „Ich nehme dich so an, wie du bist! Alles, was du mitbringst, ist willkommen. Ich bin bereit, jeden Tag neu zu entdecken, wer du bist! Ich erkenne an, wo du herkommst.“. Das ist schon etwas umfangreicher und bringt eine ziemlich Aufgabe mit sich. Aber für den, der es sagt! Nicht für den Empfänger. Derjenige, der sagen will, „ich liebe dich“, sollte bereit sein, diese Aufgabe zu übernehmen.

Was ist mit den Kindern?

Die kommen auf die Welt und die Großen haben automatisch die Aufgabe übernommen, sie zu lieben. So wie sie sind. Mit allem, was sie mitbringen. Und…wir wissen nicht, was sie mitbringen. Sie mögen sehr eigene Vorstellungen von ihren Vorlieben und Abneigungen haben. Sie haben gewiss eine andere Vorstellung vom Leben, als wir es haben. „Ich liebe meine Kinder“ heißt also automatisch, dass ich sie annehme, wie sie sind. Dass ich jeden Tag von neuem versuche, sie kennenzulernen. Vor allem, dass ich erstmal schaue, wer da kommt!

Selbstliebe

Kinder bringen schon eine gewisse Herausforderung mit sich, anzunehmen, was da kommt. Aber wenn es darum geht, sich selbst zu lieben, dann haben wir die Königsdisziplin gewählt, würde ich sagen.

Was kann das heißen? Sicher kann man leicht sagen, „Ich liebe mich wie ich bin“. Aber hält das auch näherer Betrachtung stand? Ist es wirklich so, dass ich in jeder Situation hinter mir stehe, und sagen würde, „das habe ich genauso gemeint“. Oder jede Entscheidung treffe mit dem Gefühl, es in jeder Situation so gut gemacht zu haben, wie ich konnte. Liebe ich meinen Körper? Mein Gewicht, die Anzahl meiner Haare, meine Haut, meine Zähne? Nehme ich es an, dass ich gerne Süssigkeiten esse, oder einfach gerne viel esse? Da wird es schon schwieriger…

Geschenk

‚Liebe‘ könnte auch heißen:

Annehmen, was ist.

Mehr braucht man eigentlich nicht zu sagen. ‚Annehmen, was ist‘ bedeutet, ich kann jetzt im Moment sein. Ich hadere nicht mit meiner Vergangenheit, ich habe keine Angst vor der Zukunft, ich nehme an, was jetzt gerade ist.

Liebe ist das größte Geschenk, dass du dir und anderen machen kannst.



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