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Rosenheimer Modell – eine Alternative

20. Februar 2017
Rosenheimer Modell

Heute möchte ich das sogenannte Rosenheimer Modell vorstellen. Wie ich finde, sind hier die Probleme der derzeitigen Ausprägung des Familienrechts, sowie einfache, klare und naheliegende Alternativen dazu aufgezeigt. Und das ganze noch in einer positiven Sprache!

Die Webseite dazu findest du unter:
http://rosenheimermodell.de/Unterschiede-Vorteile/

Rollenbilder und Restfamilie

Nicht überraschend ist natürlich, dass es mit den Rollenbildern losgeht. Dazu hatte ich neulich ja auch schon geschrieben…
Wir bewegen uns gesamtgesellschaftlich und politisch hin zu Familien mit Elternrollen, welche Versorgung und Betreuung einschliessen. Die nicht auf die Geschlechter verteilt sind (einer betreut, einer bezahlt) – wie es in der Mitte des letzten Jahrhunderts noch üblich war –, sondern möglichst für beide Elternteile gleiche Chancen bietet.

Anders im Residenzmodell – dem grundsätzlich am meisten verordneten Betreuungsmodell. Obwohl, halt…ein Betreuungsmodell ist es ja nicht! Da fängt das Missverständnis schon an. Es ist ein Modell, was das Konzept der „Restfamilie“ pflegt, und einen Besuchselternteil dazu schafft. Der soll sich bitte raushalten, keinen Alltag haben, und nur für die Versorgung zuständig sein. Er darf sich „persönlich vom Entwicklungsstand der Kinder überzeugen und ihm wird ein Besuchsrecht eingeräumt, um dem gegenseitigen Liebesbedürfnis Rechnung zu tragen“.

Schieflage in Gesetzgebung und Rechtsprechung

Das ist was. Ein Elternteil ist Elternteil für den Alltag, muss sich um alles kümmern, alles organisieren, die Kinder „erziehen“, trifft Entscheidungen. Der andere Elternteil ist dafür verantwortlich, dass genügend Geld dafür da ist (und unterhält damit zwei Haushalte; was besonders kritisch ist, wenn er sich denn tatsächlich um seine Kinder kümmert), und ist berechtigt, sich „persönlich vom Entwicklungsstand der Kinder zu überzeugen“.

Anders im Rosenheimer Modell, in dem vorgeschlagen wird, dass beide persönlich und wirtschaftlich am Gelingen beteiligt sind, Elternteile auf Augenhöhe in der Ausgestaltung der Elternrollen sind und auch beide be- und entlastet werden. Beide haben möglichst viel Alltag mit ihren Kindern, „was die beste Voraussetzung für eine dauerhafte und tragfähige Beziehung des gemeinsamen Kindes zu beiden Eltern darstellt“.

Recht des Kindes

Beide Elternteile sind gleichermassen für die gesunde Entwicklung des Kindes unentbehrlich und gleich wichtig. Und das Kind hat ein Recht auf beide Elternteile.

Für die Umsetzung wird im Rosenheimer Modell ein 5-Schritte-Plan vorgeschlagen, der eine gute Basis für eine gleichberechtigte Elternschaft und die Voraussetzungen für eine gesunde Entwicklung des Kindes legt.

Fairness

Das Rosenheimer Modell verhindert Streit! Die Elternteile entscheiden selbst und auf Augenhöhe, wieviel sie betreuen können und möchten und die Quote für den Unterhalt ist logisch und fair geregelt.



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