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Rollenbilder in der Nachtrennungszeit

1. Februar 2017
Rollenbilder

Liebe Damen und Herren. Ich frage mich ernsthaft, welche Rollenbilder von Männern und Frauen wir unseren Kindern mitgeben wollen!

In der Vergangenheit habe ich mich ja schon häufig mit dem Thema beschäftigt, aber es bleibt aktuell.

Rollenbilder

Wer kann mir erklären, warum wir im Falle einer Trennung oder Scheidung in ein Rollenmodell (der Eltern) verfallen, das längst veraltet und überholt ist? Sind das wirklich unsere Rollenbilder? Ok, vielleicht ist es in manchen – vielleicht auch in vielen(?) – Familien immer noch aktuell. Aber es ist doch unverkennbar, dass wir uns gesamtgesellschaftlich zu einem Rollenverständnis hinbewegen, das Frau und Mann in Gleichberechtigung, als auch auf Augenhöhe und mit gleichen Voraussetzungen sieht. Männer und Frauen sind in ihren Qualitäten nicht gleich; sie haben jeweils verschiedene Qualitäten, die wir viel mehr als das erkennen sollten und auch nutzen sollten.

Männliche und weibliche Qualitäten

Natürlich sind wir nicht gleich. Aber gleich wichtig für unsere Kinder! Unsere Qualitäten ergänzen sich und sollten geachtet werden und gefördert werden. Auch mit guten Vorbildern (Wie geht man als Mann mit einer Frau um, wie als Frau mit einem Mann, welche Achtung haben wir, welchen Selbstwert, welches Verständnis vom eigenen Wirken).

Neulich habe ich von einer Theorie gehört, nach der Männer Frauen daher in eine Unterdrückung gebracht haben könnten (Emanzipation = aus der Unterdrückung befreien/entlassen), weil sie das große Trauma erleiden, nicht die gleiche Verbindung zu ihren Kindern haben zu können, wie die Frauen. Immerhin wächst es aus ihrem Körper und sie nähren es am Anfang.

Ich fand den Gedanken reizvoll und er veranlasste mich zu weiteren Gedanken um das Thema herum.

Beziehung der Eltern zu ihren Kindern

Die Beziehung der Mütter zu ihren Kindern ist – im Idealfall – immer von Loslassen/Freilassen geprägt. Die Kinder bewegen sich immer weiter weg von der Mutter. Das setzt mit der Geburt ein, geht mit dem Trennen der Nabelschnur weiter, irgendwann sind sie abgestillt, ihr Radius erhöht sich. Wir haben kennengelernt, welch fatale Auswirkungen es auf die Psyche von Männern und Frauen hat, wenn ihre Mütter sie nicht loslassen konnten.

Die Beziehung der Väter hingegen hat immer etwas mit Erobern/Hineinkommen zu tun. Sie müssen sich ihre Verbindung quasi erkämpfen (oder besser erspielen?). Das nimmt auch unmittelbar auf unsere Qualitäten bezug…
Auch hier sind die Folgen bekannt, die es hat, wenn sich der Vater nicht für das Kind interessiert. Wenn er zu beschäftigt mit anderen Sachen ist, und sein Kind nicht sehen kann.

Gerade vor diesem Hintergrund brauchen wir eine Neuorientierung des Familienrechts. Die Elternteil müssen per se gleichberechtigt sein und ihnen darf nicht eine verschiedene Machtposition zugesprochen werden, die eine Beendigung des Streites ungleich schwerer macht.

Gleichzeitig müssen Väter sich insgesamt mehr zeigen; auch schon in sogenannten intakten Familien. Wenn sie sich weiter rausziehen, dann müssen sie sich am Ende auch nicht wundern, wenn die Mütter der Kinder ihnen eine Verantwortung nicht zugestehen. Beziehungsweise diese ihre Verantwortung nur in Geldwert sehen.

Gestaltung der Verantwortung

Das möchte ich meinen Kindern nicht vorleben: Dass die Frau an den Herd und in den Haushalt gehört, nicht arbeiten kann, weil sie ja Kinder betreuen muss, und der Vater seine Verantwortung in Geldwert wahrnehmen soll und die Kinder sich besuchsweise bei ihm aufhalten dürfen.

Ich möchte kein Besuch für meine Kinder sein und ich bin es nicht. Das ist eine Verdrehung der Tatsachen.



One comment

  1. […] überraschend ist natürlich, dass es mit den Rollenbildern losgeht. Dazu hatte ich neulich ja auch schon geschrieben… Wir bewegen uns […]

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