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Perfektionismus

1. Dezember 2016
Perfektionismus

Ich leide ja schon seit langem an einer Störung, die man (lt. meinem lieben Freund Andreas Loh) als „Dysfunktionalen Perfektionismus“ bezeichnen könnte.
Nun klingt Perfektionismus erstmal (v.a. in meinen Augen) gut, da es ja bedeutet, dass das Ergebnis perfekt wird. Das Dumme ist nur, es beinhaltet auch „dysfunktional“; es lässt also irgendetwas nicht funktionieren. Und das ist der Knackpunkt: Es gibt nämlich kein Ergebnis!

Erkenntnis zum Perfektionismus

Gestern habe ich wieder etwas mehr über mich kennengelernt (wie die ganze letzte Woche und die gesamten drei letzten Jahre eigentlich;-).

Menschen, die Angst davor haben, nicht verstanden zu werden, vermeiden es, irgendetwas fertig zu bekommen.

So die These.
Denn wenn es ein Ergebnis, einen Output, eine Festlegung gibt, die auch noch sichtbar wird, dann wird es auch eine Umwelt geben, die darauf reagiert.
Bisher hatte ich schon bemerkt, dass ich gerne verstanden werden will, bzw. immer auf der Suche danach bin/war. Es war fast wie ein Kampf. Ein selbstzerstörerischer Kampf, denn er ließ mich in Situationen verharren, die im Nachhinein betrachtet auf jeden Fall nicht gut für mich waren.

Angst

Nun geht die Aussage aber einen Schritt weiter mit „Angst davor haben, nicht verstanden zu werden“. So hatte ich es noch gar nicht gesehen. Aber so stimmt es natürlich auch.
Um dafür eine Lösung zu finden (=in eine Heilung zu kommen) ist es wichtig zu verstehen, dass die Sache an sich (=verstanden werden / nicht verstanden werden) eines ist, und die Angst davor, eine andere. Die Angst davor rührt aus einer anderen Zeit. Aus einer anderen Zeit, in der es überlebenswichtig für den heranwachsenden Menschen war, verstanden zu werden. Das war nämlich Teil der Erfahrung „angenommen zu sein“. Wenn diese Erfahrung nicht, oder nur unvollständig gemacht wurde – in diesem Falle mit dem Fehlen des „Verstanden werden“ -, dann wird dieser Teil in einem weiter auf der Suche nach der Erfüllung dieses Bedürfnisses sein und durch sein Wirken im Unbewußten eine große Kraft entwickeln. Diese Kraft wird – nebenbei – größer sein, als die Kraft, die vom bewußten Entscheiden ausgeht!
„Verstanden sein / nicht verstanden sein“ ist einfach eine Sache. Sie ist nicht gut oder schlecht, sie ist einfach. (Außerdem auch eigentlich egal, also gleich. Es sind einfach Möglichkeiten, mit der die Umwelt mit uns in Kontakt treten kann.) Das Gefühl (die Angst) lenkt uns aber. („Die Angst ist der Weg“)

Erkenntnis

Jede Erkenntnis folgt einer Erfahrung. Wissen, oder einer erlangten Information allein, kann keine Erkenntnis folgen. Diese braucht eine Erfahrung. Die natürlich auch innerlich sein kann.
Wenn ich aber spüre, wie die beiden Aspekte Auseinanderfallen (die Sache an sich und die Angst davor), dann mache ich in dem Moment eine Erfahrung. Plötzlich ergibt alles einen Sinn. Und im Prinzip ist das Problem erledigt. (Realistische ist persönliche Entwicklung nicht linear, sondern eher spiralförmig, was bedeutet, dass man immer wieder an einem Thema vorbeikommen wird, bis es wirklich erledigt ist.)



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